«zürich moves!» und «Les Printemps de Sévelin»
Im Tanzhaus Zürich steht in «zürich moves!» der Tanz im Nahen Osten auf dem Programm, in Lausanne zeigt das Tanzfestival «Les Printemps de Sévelin» eine reichhaltige Tanzpalette.
Im März ist das Tanzhaus Zürich Veranstaltungsort und Koproduzent für das Tanzfestival «zürich moves!» Noch bis zum 24. März präsentiert «zürich moves!» KünstlerInnen aus Israel, Palästina, dem Iran, Deutschland und der Schweiz und zeigt mit der «Videodance Night» Filme von Tanzschaffenden aus Ägypten, Marokko, dem Irak und Libanon.
«zürich moves!» verknüpft unterschiedliche und scheinbar unvereinbare Kulturen und stellt zeitgenössischen Tanz aus Konflikt- und Kriegsregionen vor. Das Festival zeigt aktuelle Positionen zu Tanz, Kultur und Identität und initiiert Begegnungen mit KünsterInnen, die sich in ihren Arbeiten mit politischen und zwischenmenschlichen Perspektiven und Haltungen auseinandersetzten. Neben den Vorstellungen engagieren sich die eingeladenen KünstlerInnen in Workshops, Trainings und Showings sowie in der neuen Tanzhaus Reihe: 3. Montag - One Step Beyond.
Die persisch-stämmige Berliner Choreografin Modjgan Hashemian arbeitete mit der renommierten Dramaturgin Susanne Vincenz für ihr Stück «Don’t Move» mit TänzerInnen aus Teheran, die sich nicht als solche bezeichnen dürfen. Selbst das Wort »Tanz« darf nicht verwendet werden. Im mehrfach ausgezeichneten Duett «Lu Carmella» von Ron Amit & Mor Shani beschäftigen sich die beiden Israelis mit der unscharfen Grenze zwischen unschuldiger und erotischer Liebe. Die Soloarbeiten «No Mad» & «Performing for the first time» der Israelin Efrat Levy und des palästinensisch-amerikanischen Performers Tarek Halaby zeigen eine personalisierte Auseinandersetzung kultureller Identifikationen.
-> Programm «zürich moves!»
Das Festival «Les Printemps de Sévelin» fasst erstmals die zwei Festivals des Théâtre Sévelin 36 in Lausanne zu einem Event zusammen. Bis zum 1. April stehen international bekannte Choreographen neben jungen Kompanien auf dem Programm und Tanzprojekten, an welchen das Publikum teilnehmen kann. Das Format «Les Quarts d’Heure» lädt Choreographinnen aus der Region zum Experimentieren ein, am Aerowaves-Abend lassen sich Kompanien aus ganz Europa entdecken, die unter hunderten von Bewerbungen ausgewählt wurden.
Aus der Schweiz ist die Compagnie Utilité Publique dabei, die sich in ihrem neuen Stück von der japanischen Faltkunst Origami inspirieren liess. Weiter stehen auf dem Programm Jessica Huber/A®TEM, Delgado Fuchs, die in ihrer Choreographie «Dirty Dancing» zitieren, Guilherme Botelho von Alias und Omar Porras, Regisseur des Teatro Malandro sowie die Cie. Mamaza, in welcher ehemalige Tänzerinnen und Tänzer von Forsythe mitwirken.
-> Programm «Les Printemps de Sévelin»