TANZEN IN DEN FARBEN VON MARGARET MORRIS
In Lausanne präsentiert die SAPA-Stiftung eine Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum der Methode der englischen Tänzerin Margaret Morris. Die Ausstellung läuft bis zum 31. Dezember 2026.
Im Jahr 1926 wurde die britische Tänzerin, Choreografin und Pädagogin Margaret Morris von Dr. Auguste Rollier nach Leysin eingeladen, um an seinen innovativen Forschungen zu den Themen Gesundheit, Bewegung und Rehabilitation mitzuarbeiten. Aus dieser Begegnung entstand eine in der Pflege angewandte Methode, ein zutiefst humanistischer Bewegungsansatz. Die SAPA-Stiftung zeichnet anhand verschiedener Dokumente das Leben dieser aussergewöhnlichen Tanz-pädagogin nach.
Ein Jahrhundert später wird die Methode in der Schweiz dank des Engagements von Lehrerinnen von Generation zu Generation weitergegeben. Diese lebendige Weitergabe spiegelt sich im Archivbestand der Schweizerischen Vereinigung für die Margaret-Morris-Methode wider, die bei der SAPA-Stiftung aufbewahrt wird. Der zwischen 2019 und 2026 zusammengestellte Bestand umfasst persönliche und pädagogische Archive mehrerer Lehrerinnen. Er dokumentiert die Geschichte der Methode, ihre Praktiken, das Leben des Schweizer Vereins und die Verbindungen zur Gründerin und zum internationalen Verein. Der reichhaltige und vielfältige Bestand umfasst pädagogische und organisatorische Dokumente, Bücher und Broschüren zu den verschiedenen Farbstufen, Notizen von Lehrerinnen, Fotos von Kursen und Aufführungen, Presseartikel, Zeichnungen von Margaret Morris, Plakate, Korrespondenzen, Postkarten und Objekte. All dies sind Spuren eines lebendigen Erbes, in dem sich Bewegung, Atmung, Musik, Kreativität und Farbe vereinen. Der sich noch im Aufbau befindliche Bestand, der heute fast einen Laufmeter umfasst, ist zugleich Gedächtnis, Werkzeug der Weitergabe und tägliche Inspirationsquelle – ganz im Sinne einer Methode, die seit hundert Jahren das Leben in Farben tanzt.
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